Das BARNIM PANORAMA
ist eine Einrichtung
der Gemeinde Wandlitz.
www.wandlitz.de
Das BARNIM PANORAMA
ist eine Einrichtung
der Gemeinde Wandlitz.
www.wandlitz.de
Informationen zum
Naturpark erhalten Sie auf
www.naturpark-barnim.de
Weitere Informationen
erhalten Sie auch in der Tourist-Information
im Bahnhof Wandlitzsee.

Tagsüber leuchtete das Herbstlaub, abends die Installationen der Lichtkünstler. Das 1. Wandlitzer Herbstleuchten am 23. und 24. Oktober 2015 bot überraschende Blicke auf die in Szene gesetzten Standorte, wie das BARNIM PANORAMA.

Rund 3.000 Gäste aus Berlin und Umgebung ließen sich zum Tag der Regionen am 4. Oktober vom abwechslungsreichen Programm unterhalten.
Beim alljährlichen Erntefest zum Tag der Regionen in Wandlitz trifft Landleben auf regionale Vielfalt. Von traditionellem Handwerk über Nutzpflanzenraritäten bis hin zu Produkten aus der Region gab es Allerlei zu erleben und zu probieren. 40 Partner und Anbieter boten Informationen, Aktionen und regionale Produkte aus der Naturparkregion. Rund um das Ausstellungsensemble luden zahlreiche Mitmach-Stände zum Experimentieren, Basteln und Spielen ein.
Bereits zum drittem Mal fand das Erntefest zum Tag der Regionen im BARNIM PANORAMA statt. Dabei wurde das Ausstellungsensemble im historischen Wandlitzer Dorfkern mit zahlreichen Aktions- und Erlebnisbereichen in Szene gesetzt. Mit Unterstützung des Naturpark Barnim wurde ein herbstlich-buntes Programm geboten. Ob Bohnen austreten und verkosten, Kartoffeln ernten, Pilze und Äpfel bestimmen, Führungen durch die Ausstellung oder eine der vielen Köstlichkeiten aus der Region probieren – über 3.000 Besucher nutzten das schöne Herbstwetter zum Ernten, Spielen und Schlemmen. Für die Kinder sorgten der originelle Wasserspielplatz, die Strohburg, der Holzrummel und die vielen Bastel-, Experimentier- und Spielstationen unserer Partner für Freude und Entdeckerlust. Abgerundet wurde das Fest mit der Preisverleihung zum Kartoffelwettbewerb, bei dem die lustigsten geernteten und gestalteten Kartoffeln prämiert wurden.
Im goldenen Oktober lud die Gemeinde Wandlitz zwei Abende zum 1. Wandlitzer Herbstleuchten. Am 23. Oktober wurde der Bereich zwischen Bahnhof Wandlitzsee und Strandbad von den Lichtdesignern der Hochschule Wismar in Szene gesetzt. Im Strandbad gab es Projektionen auf einer Wasserwand zu bewundern. Am 24. Oktober stand das BARNIM PANORAMA mit Licht- und Klanginstallationen in Entdeckerpfad und Museumshof im Fokus. Ein Lampionumzug führte viele Familien zum Ort des Geschehens im alten Dorfkern und stimmte mit beleuchtetem Linden im Langen Grund auf das Erlebnis ein.
Informationen und weitere Bilder zum 1. Wandlitzer Herbstleuchten finden Sie auf der Internetseite der Gemeinde Wandlitz.
An den nördlichen Toren Berlins beginnt die facettenreiche Landschaft des Naturparks Barnim. Für die Menschen, die hier zu Hause sind, geschätzte Lebensqualität. Für Berliner beliebter Erholungsraum, um am Liepnitzsee zu baden, im Botanischen Garten Blankenfelde zu flanieren und Pflanzen zu studieren, an der Schönower Heide und der Hobrechtsfelder Rieselfeldlandschaft zu skaten, auf dem Langen Trödel oder Finowkanal das Paddel durchs Wasser ziehen zu lassen, mit dem Rad das Biesenthaler Becken zu erkunden oder um in den Wäldern an einem der vielen Fließe, wie Briese und Nonnenfließ, zu wandern. Überall steckt viel Natur, Landschaft und Geschichte drin.


Spuren slawischer und deutscher Burgen, typische Dörfer und mittelalterliche Städtchen verbunden durch alte Alleen in weiter Feldflur, beeindruckende Feldstein-, Fachwerk- und Ziegelbauten und berühmte Wasserstraßen – wie der Finowkanal sind Zeitzeugen seiner Geschichte und gelebter Handwerkskunst.

Die Berliner Rieselfelder bei Hobrechtsfelde und Schönerlinde – Mitte des 19. Jahrhunderts das Modernste an Technik – stellen heute eine Herausforderung für die Forschung und Nachnutzung dar. Im aktuellen Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben „Rieselfeldlandschaft Hobrechtsfelde“ wird Deutschlands größtes Waldweideprojekt mit Robustrindern und wilden Pferden als „Landschaftsgestaltern“ umgesetzt. Tradition hat die Heidekrautbahn (NE27). Sie bringt ihre Fahrgäste seit mehr als 110 Jahre von Berlin direkt zu den Ausflugszielen der Region.
Erholen und Erleben heißt auch Bewahren und weiter Entwickeln. Der Naturpark Barnim macht's möglich. Er ist ein gemeinsames Großschutzgebiet der Länder Brandenburg und Berlin. Rund 5,4% seiner 750 km² Fläche befinden sich in den nördlichen Berliner Stadtbezirken Pankow und Reinickendorf. Der Brandenburger Teil liegt zwischen den Städten Bernau, Bad Freienwalde, Eberswalde, Liebenwalde und Oranienburg. Sein Landschaftsbild ist zu mehr als 50% durch Wälder und Forsten geprägt, gut ein Drittel sind Grün- und Ackerland. Zahlreiche Seen, Moore, Fließe und Ackersölle vervollständigen das Mosaik. Im letztgenannten Gewässer, dem Soll, von seiner Form recht klein und meist kreisrund lebt die vom Aussterben bedrohte Rotbauchunke – das Wappentier des Naturparks.
Die letzte Eiszeit formte die norddeutsche Tiefebene und hinterließ tiefe Spuren in der Landschaft: Das abfließende Schmelzwasser schuf die Urstromtäler nördlich und südlich von Berlin, dazwischen erhebt sich aus Lehm und Sand der Barnim.
Die Hochebene beginnt noch in der Metropole – am sogenannten Berliner Balkon im Stadtteil Mahlsdorf beeindruckend zu erleben. Deutlich begrenzt ist der Barnim auch im Norden durch das Eberswalder Urstromtal, im Osten durch das Odertal und im Süden durch das Berliner Urstromtal. Im Westen hingegen verflacht die Hochfläche zur Havelniederung stetig. Der Naturpark Barnim umfasst neben der Barnimplatte vor allem den Westbarnim und schließt auch Teile der Havelniederung und des Eberswalder Urstromtals mit ein.

Der Barnimrand ist uraltes Siedlungsgebiet – schon vor mehr 13.000 Jahren zogen altsteinzeitliche Jäger durch dieses Gebiet. Später wurden die Menschen dort sesshaft und betrieben Ackerbau und Viehzucht. Nach der Bronzezeit wanderten Germanen ein und verließen das Gebiet einige hundert Jahre später wieder. Ab dem 4. Jahrhundert wurde es von Slawen besiedelt, die dort lange Zeit herrschten. Erst 1157 wurde Brandenburg vom Askanierfürsten Albrecht dem Bären erobert.
Die Kolonialisierung durch die Askanier brachte die bis dahin stärkste Veränderung der Landschaft durch den Menschen: Auf weitflächige Rodungen folgte Bodenerosion, zur Gewinnung von landwirtschaftlichen Flächen wurde ein künstliches Grabennetz angelegt, so das sich das Grundwasser absenkte.
Die langfristige Folge: die Moorböden vererdeten, Seen verlandeten. Die Intensivierung der Landwirtschaft seit den 60er Jahren verstärkte diesen Effekt noch. Das heutige Landschaftsbild entstand also durch ein Zusammenspiel von Eiszeit, Klimaveränderungen und menschliche Eingriffe.
Seit über 100 Jahren fährt die »Heidekrautbahn« in die wald- und seenreiche Landschaft im Norden von Berlin. Was liegt näher, als den Besuch des BARNIM PANORAMA mit einem Spaziergang zum Liepnitzsee oder zum Strandbad Wandlitz zu verbinden? So kommen Naturbegeisterte, Technikfans und Wasserratten gleichermaßen auf ihre Kosten.

Vom BARNIM PANORAMA ist es nur ein Katzensprung bis zum Strandbad Wandlitzsee, so dass ein Besuch mit einem Sprung ins kühle Nass abgerundet werden kann.
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Das idyllisch am Liepnitzsee gelegene Waldbad lädt ebenfalls zu einem Strandausflug nach dem Besuch der Ausstellung ein.
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Die ca. 13 km lange Wanderung führt rund um den schönen See, auf dessen Insel man im Sommer mit einer Fähre übersetzen kann.
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Ausgangspunkt BARNIM PANORAMA (800 m vom Bahnhof Wandlitz)
Länge ca. 1,5 km
Das Strandbad Wandlitzsee bildet mit dem Bahnhof Wandlitzsee zusammen ein denkmalgeschütztes architektonisches Ensemble aus den 1920er Jahren und blickt auf eine ebenso lange Badetradition zurück. Vom BARNIM PANORAMA ist es nur einen Katzensprung entfernt, so dass ein Besuch des BARNIM PANORAMA mit einem Sprung ins kühle Nass des Wandlitzer Sees abgerundet werden kann. Im Strandbad können auch Boote gemietet werden, und es gibt die Möglichkeit, Beachvolleyball zu spielen.

Wegverlauf ab BARNIM PANORAMA Breitscheidstraße in Richtung B109/Prenzlauer Chaussee folgen → nach 100 m links abbiegen in den Langen Grund → auf der Prenzlauer Chaussee weiter bis zum Strandbad Wandlitzsee (Prenzlauer Chaussee 154)
Ausgangs- und Endpunkt BARNIM PANORAMA (800 m vom Bahnhof Wandlitz) – Bahnhof Wandlitz (NE27)
Länge ca. 4,5 km, 1 Std.

Wegverlauf ab BARNIM PANORAMA Breitscheidstraße in Richtung B109/Prenzlauer Chaussee folgen → nach 100 m links abbiegen in den Langen Grund → auf der Prenzlauer Chaussee weiter in Richtung Bahnhof Wandlitzsee → 1. Querstraße links abbiegen in Lanker Weg → Hinweisschild »Zu den Pfühlen« bzw. der Kennzeichnung mit blauem Punkt folgen (Lanker Weg → Ruhlsdorfer Straße → An der Bogenheide → An den Pfühlen) → hinter der Wendeschleife taucht der Weg in den Wald ein (der mit blauem Punkt markierte Weg schwenkt links ab) → weiter geradeaus halten → linkerhand erscheint der Liepnitzsee und die Tour biegt zum Uferweg (gelber Punkt) ab → nach wenigen Metern sind Sie am Waldbad Liepnitzsee angelangt → für den Rückweg dem Weg am See zurück bis zum bereits bekannten Asphaltweg folgen → dort nach links und dann auf dem mit einem blauen Balken markierten Weg bis zum Bahnhof Wandlitz

Ausgangs- und Endpunkt BARNIM PANORAMA (800 m vom Bahnhof Wandlitz) – Bahnhof Wandlitz (NE27)
Länge und Dauer ca. 13 km, 3 Std. (im Sommer Abkürzung durch die Fähre um ca. 3 km)

Nach einem Besuch des BARNIM PANORAMA geht die Tour in Richtung Bahnhof Wandlitzsee. Sie führt durch die »Villenkolonie« an den Drei heiligen Pfühlen, die 1907/1908 im Ergebnis eines Architektenwettbewerbes entstand und deren bemerkenswerter Wasserturm unter Denkmalschutz steht. An einer Wendeschleife taucht der Weg in einen idyllischen Laubwald ein.
Bald gibt der Wald den Blick frei auf den See, in dem die bei Feinschmeckern geschätzte Kleine Maräne gefischt wird. Den schmalen Weg am Südufer begleitet Totholz, in dem es vor Leben wimmelt, mit etwas Glück sind Schwarz-, Bunt- und Mittelspecht zu beobachten, die hier auf Insektenfang gehen. Aus der Mitte des Sees wölbt sich der Große Werder, zu dem im Sommerhalbjahr vom Nord- und Südufer eine Fähre übersetzt. Der Überlieferung nach zog Mitte des 19. Jh. Gustav Spengler den Grafen von Redern aus einem Sumpf. Der überließ ihm dafür Insel nebst Gehöft zur Bewirtschaftung. Die Spenglers eröffneten dort später ein Lokal, das noch immer betrieben wird.

Über Ützdorf geht es zum Nordufer des Sees und dem dort verlaufenden Höhenweg, den man nach einem etwas atemberaubenden Auf und Ab erreicht. Doch die Mühe lohnt: Die ganze Schönheit des 114 Hektar großen Sees liegt einem zu Füßen.
Wegverlauf ab BARNIM PANORAMA Breitscheidstraße Richtung Süden, nach ca. 100 m links abbiegen in den Langen Grund → Prenzlauer Chaussee → links in Lanker Weg, dem Hinweisschild »Zu den Pfühlen« bzw. der Kennzeichnung mit einem blauen Punkt folgen (Lanker Weg → Ruhlsdorfer Straße → An der Bogenheide → An den Pfühlen) → hinter der Wendeschleife taucht der Weg in den Wald ein (der mit blauem Punkt markierte Weg schwenkt links ab) → weiter geradeaus halten → linkerhand erscheint der Liepnitzsee und die Tour biegt zum Uferweg (gelber Punkt) ab → dieser Markierung um den See folgen (Hinweis: am Ende des Südufers entfernt sich der Weg vom See und kommt erst ca. 700 m hinter Ützdorf wieder ans Ufer) → nachdem man Höhenweg und Waldbad passiert hat, trifft der mit gelbem Punkt markierte Weg am Westufer auf den bereits bekannten Asphaltweg → dort nach links und dann auf dem mit einem blauen Balken markierten Weg zum Bahnhof Wandlitz

Der Naturpark ist reich an wertvollen Lebensräumen in denen bedrohte Tier- und Pflanzenarten heimisch sind. Diese brauchen Schutz. Gerade in einem Raum, wo verschiedene Nutzungsinteressen wie Land- und Forstwirtschaft und – durch die Berlinnähe – Besiedlung und Erholung stark aufeinandertreffen. 9% der Naturparkfläche sind zu diesem Zweck als Naturschutzgebiete (NSG) ausgewiesen. Die Ausweisung von mehr als 68% der Gesamtfläche als Landschaftsschutzgebiete (LSG) hilft Natur zu erhalten, zu entwickeln und Nutzungsformen in gelenkte Bahnen zu steuern.

Das Wappentier des Naturparks ist die seltene Rotbauchunke. Aber auch gefährdete Amphibienarten, wie Kammmolch, Knoblauchunke und Moorfrosch finden hier geeignete Lebensräume. Die Männchen des seltenen und wenig bekannten Moorfrosches gehören, aufgrund ihrer leuchtend blauen Färbung während der Paarungszeit, zu den spektakulärsten Erscheinungen der heimischen Tierwelt.
In den naturnahen Fließen leben gefährdete Fisch- und Muschelarten, unter anderem Bachneunauge, Westgroppe und Kleine Flussmuschel. In den Tiefen des Liepnitzsees sind Schwärme der Kleinen Maräne heimisch.
Elbebiber und Fischotter haben die Fließgewässer fast flächendeckend erfolgreich zurückerobert. Der Biber bevorzugt die naturnahen Fließe, denn er braucht Weichhölzer im Uferbereich, insbesondere Weiden. Zeigt sich der Nager nicht selbst, so zeugen doch die angespitzten Bäume am Langen Trödel, der Schwärze und Co von seiner Existenz.

Auffällig zeigt sich das Gefieder des Eisvogels. Wie ein fliegender blauer Edelstein zischt er übers Wasser, schnappt sich ein Fisch und bringt die Beute zu seinen Jungen in eine Uferhöhle. Aber auch Heidelerche, Weißstörche, Kraniche und Greifvögel wie Rotmilan, Fischadler und Baumfalke finden geeignete Nahrungshabitate und Brutplätze im Naturpark.
Eine Vielzahl von gefährdeten Fledermausarten mit anmutenden Namen wie Kleiner Abendsegler leben hier und vervollständigen die Liste der geschützten Arten.

Heide, Flussufer, Niedermoor, Wald und Wiese – egal wo, überall wachsen standortangepasste oft gefährdete und außergewöhnlich klingende Pflanzenarten. In der Fülle seien hier das Alpen-Hexenkraut, der Gewöhnlicher Teufelsabbiß, die Trollblume, das Breitblättrige Knabenkraut und die Sumpf-Wolfsmilch exemplarisch genannt.
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